Ein sehr lustiger Abend mit einem aufregenden Ende

Mittlerweile ist es März 2012, und wir kämpfen uns so durch die Demenz.

Ich bewege mich zwischen Pflichterfüllung, Kümmern um Notwendiges und Sorgen für Unterhaltung und Abwechslung in Muttis Alltag.

Und so gehen wir z.B. an einem Abend zu einer Veranstaltung vom Sepp Schauer.
Der ist vielen bekannt aus „Sturm der Liebe“ und meine Mutti verehrt ihn sehr.
Es ist ein sehr unterhaltsamer Abend – eine Mischung aus Lesung, Kabarett und komödiantischem Theater. Sepp Schauer schlüpft in die Figur des „Sepp Sturm“, der allerhand Heiteres und auch Besinnliches aufs Unterhaltsamste zum Besten gibt.
Wir haben einen sehr lustigen Abend und es freut mich so sehr, dass Mutti aus dem Lachen schier nicht mehr rauskommt.

Gut gegessen, viel gelacht, was will man mehr…

Kurz bevor wir uns auf den Heimweg machen, muss Mutti nochmal zur Toilette und ich warte vor der Tür. Irgendwann kommt es mir komisch vor, dass das so lange dauert und ich sehe nach dem Rechten – zum Glück.
Da die Toiletten sehr niedrig angebracht sind, schafft sie es nicht mehr alleine aufzustehen. Mutti sperrt die Türe auf (glücklicherweise erreicht sie das Schloss) und ich quetsche mich zu ihr hinein.
Mit vereinten Kräften bewältigen wir die Herausforderung, aber Mutti ist fix und fertig.

Und ich habe wieder einen Punkt mehr auf meiner to-do-Liste:
Begleite Mutti überall hin und lasse sie möglichst nirgends alleine!

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