Kann die Heilpraktikerin meiner Mutti helfen?

Es ist April 2011 und das Gedächtnis meiner Mutti lässt immer mehr nach.
Ich habe bis jetzt mit meinen „Geschichten“ immer gute Erfahrungen mit Heilpraktikern gemacht – warum soll das bei dem Vergessen meiner Mutti nicht auch helfen?

Also suche ich eine Praxis bei ihr in der Nähe, und finde eine Homöopathin. Das ist nicht ganz so viel Hokuspokus, denke ich, und da muss Mutti dann auch nicht tausend Dinge einnehmen, beachten, usw.

Ein Termin ist schnell ausgemacht, und mit gemischten Gefühlen stapfen wir die Straße entlang; für mich ein Katzensprung, aber für Mutti werden die Wege immer weiter.
„Was macht die dann da? Muss ich da was wissen? Ich weiß ja gar nicht, was ich der sagen soll.“
Ja, Mutti ist zwar sehr aufgeschlossen, aber mulmig war’s ihr dann doch.
Die Heilpraktikerin war aber ausgesprochen nett und auch eine „Boarische“, was die Unterhaltung sehr vereinfacht hat. Mutti konnte reden, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und so war schnell ein guter Kontakt hergestellt.

Sie musste Fragen über Fragen beantworten und konnte bei vielen nicht so recht verstehen, was das mit ihren Wehwehchen zu tun haben soll.
Doch voll Vertrauen, dass ich schon was Gutes für sie gefunden habe, konnte sie sich auf das Abenteuer einlassen.

„Ja wie oft muss ich denn die Kugerl (Globuli) jetzt nehmen? Was, bloß einmal?“

„Ja Mutti, bloß einmal. Und dann schauen wir, was sich tut. Musst immer gut aufpassen, ob irgendetwas anders ist als sonst. Am Besten, Du schreibst jeden Tag auf, was Dir auffällt.“

Zu dem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass sie das gar nicht mehr kann. Was soll sie denn aufschreiben, wenn sie gar nicht mehr weiß, worauf sie achten soll.
Das erste Mittel zeigte auch noch keine sichtbaren Reaktionen, also setzte die Heilpraktikerin ein anderes an.
Und da hat sich dann schon was getan. Muttis Stimmung wurde besser und die Vergesslichkeit ließ auch ein bisschen nach – ein kleiner Erfolg Laughing

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