Gut geplant ist halb gewonnen!

Auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen hab ich mich zwar bestmöglich vorbereitet, aber trotzdem spüre ich eine sehr große Unsicherheit und Angst, als ich pünktlich zu dem Termin, der mir durch den MDK vorgegeben wurde, bei Mutti erscheine.

Ich habe zwar meine Tagebucheinträge dabei und Mutti habe ich erklärt, dass es wichtig ist, sich nicht mit Gewalt zu verstellen, aber wer weiß schon, mit welchen Tricks der Gutachter versucht, sie unbemerkt zu Höchstleistungen zu bringen.

Ich habe mit Mutti darüber gesprochen, wie froh sie vor Jahren war, dass mein Vati bei seiner Begutachtung wirklich den Zustand wiedergegeben hat, der den Alltag der beiden damals prägte.
Ich erkläre ihr, dass wir von der Kasse ein bisschen Geld bekommen können, dass sie da ja ein Leben lang eingezahlt hat, und dass wir von dem Geld dann z.B. die „Gesellschafterin“ von den Johannitern bezahlen können. Und da wären wir ja dumm, wenn wir dieses Geld auslassen würden.
Aber man weiß ja nie: klug gefragt, ein bisschen manipuliert, und schon schildert so ein alter Mensch seine noch vorhandenen Fähigkeiten in den buntesten Farben.

Als die Dame vom MDK vor unserer Tür steht,
macht sie einen sympathischen Eindruck auf mich.

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Meine Vorbereitungen auf den Besuch des MDK

Was lange währt…
wird zum Glück doch endlich eine funktionierende Internetverbindung!
In den Wochen „ohne“ hab ich schmerzhaft zu spüren bekommen, was es bedeutet, nicht online zu sein.

Doch jetzt ist wieder alles gut, und so kann ich weiter von unseren Erlebnissen erzählen.

Wie ich Euch vor einiger Zeit versprochen habe, kommt heute die Aufstellung meiner Beobachtungen für den MDK.
Wundert Euch nicht über meinen Schreibstil! Ich gebe hier nur meine Aufzeichnungen wörtlich wieder.
Sehr persönliche Dinge, die mir zu weit in die Privatsphäre meiner Mutti gehen, habe ich hier weggelassen; ich denke, das kann jeder verstehen.

Hier meine Tagebucheinträge:

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Wir haben kein Internet…

…ja, das ist kaum zu fassen heutzutage!

Wir sind jetzt fast 2 Wochen ohne Internet und das nervt ganz furchtbar.

NEIN, ich bin nicht eingeschlafen und NEIN, mich hat nicht die Lust zu schreiben verlassen!

Sobald die geschätzten Telekommunikationstechniker auf einen grünen Zweig kommen (und das kann jetzt im Herbst ganz schön schwierig werden), gehts hier auf meinem Blog auch wieder weiter!

Ich hoffe auf Euer Verständnis! Bitte verlasst mich nicht  😥

Es gibt noch viel zu erzählen….

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Was tun wenn der MDK kommt?

Nachdem ich für Mutti die Pflegestufe 0 beantragt habe, steht jetzt der Termin für die Begutachtung durch den MDK vor der Tür. Da stellt sich die Frage:

„Wie bereite ich mich am Besten darauf vor?“

Erst kürzlich gab es einen interessanten Bericht genau zu diesem Thema in meiner Krankenkassenzeitung.
Vorbereitung auf den MDK

Aber meine Mutti ist ja nicht pflegebedürftig im herkömmlichen Sinn.
Also kann ich ja auch nicht aufschreiben, wie lange ich ihr bei der Körperpflege oder beim Gang zur Toilette helfen muss.

Doch glücklicherweise habe ich auf meinem Weg immer wieder Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die mir ein bisschen weiterhelfen.
So zum Beispiel die Mitarbeiter der Alzheimer Gesellschaft München Süd oder auch der Pflegedienstleiter in einem Altenheim.
Ich bekam den Tipp, statt einem regulären Pflegetagebuch besser ein Beobachtungs-Tagebuch zu führen.

Denkbar sind z.B. Beobachtungen wie:
trockene Waschlappen nach der Morgentoilette
verdorbene Lebensmittel nicht erkannt
Herd angelassen
erkennt Wochentage nicht mehr
braucht Anleitung und Struktur von mir
hat Zäpfchen geschluckt
usw….

Langsam rückt der Begutachtungstermin vom MDK näher und ich weiß noch gar nicht so recht, wie ich mein Tagebuch führen soll.

Ich werde also die Zeit kurz vor der Begutachtung dokumentieren, was mir bei Mutti an Defiziten aufgefallen ist und was ich so alles unternehme, um ihr im Alltag zu helfen.

Da heißt es jetzt: Augen auf und genau hinschauen!

Was ich alles genau beobachtet habe, und wie mein Tagebuch ausschaut, werde ich Euch in meinem nächsten Beitrag zeigen.

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Muttis Demenzbegleiterin stellt sich vor…

…und weiter geht’s auf unserer Fahrt und es wird mir nicht langweilig.

Manchmal habe ich das Gefühl, die Ereignisse überschlagen sich, und sehr oft,wenn ich so zurückschaue, wundere ich mich, wo ich nur die Zeit hergenommen habe. Meine unregelmäßigen Arbeitszeiten, die manchmal erst Mittags starten und dafür bis spät in die Nacht dauern, und die Tatsache, dass ich seit einiger Zeit am Freitag nicht mehr arbeite, erleichtern mir oft die ein oder andere Terminvereinbarung.

Und so werden an dem einen Freitag in Muttis Wohnung Rauchmelder installiert. Der Sozialdienst in der Memory-Klinik hat mir das wärmstens ans Herz gelegt, und nachdem sie kürzlich einen Schweinsbraten im Backrohr vergessen hat (ich habe durch Zufall die eingebrannte Auflaufform gefunden), war es wirklich höchste Zeit für diesen Schritt.
Bei solchen Anlässen lasse ich sie nicht mehr alleine. Auch wenn ich ihr sage und aufschreibe, dass jemand von den Johannitern kommt und die Rauchmelder anbringt, würde sie an dem betreffenden Tag wahrscheinlich nichts mehr davon wissen und hätte sicher großen Stress mit so einer Situation.

Am Freitag drauf können wir zum Glück den verlegten Handsender von Muttis Hausnotruf wieder zurückgeben und bekommen auch das Geld für den Zweitsender zurückerstattet. Er ist wie von Zauberhand plötzlich wieder aufgetaucht und Mutti hat keine Ahnung mehr, wo sie ihn gefunden hat. Weiterlesen

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Dieser Film über Demenz bricht bei mir alle Dämme

Einen Film anschauen ist immer schön.
Man lehnt sich bequem zurück, ist ganz gespannt was da so kommt, und lässt den Alltag für eine gewisse Zeit hinter sich.

Denkste!

Nicht so bei diesem Film von Rosemarie Maier!

Dieser Film ist mir total unter die Haut gegangen, und wenn ich nicht ein bisschen Speck auf den Rippen hätte, wäre er mir sicher bis auf die Knochen gegangen  😉

Rosemarie Maier ist selbst Lehrerin für Pflegeberufe und Buchautorin und zeigt in ihrem Ein-Personen-Stück „Die verlorene Tochter und die wiedergefundene Mutter“ sehr deutlich die unterschiedlichen Möglichkeiten im Umgang mit einem demenzkranken Menschen auf.
Möglichkeit 1: Ich mach das so, wie ich es für vernünftig halte.
Möglichkeit 2: Ich mach alles ganz anders. Weiterlesen

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