Weihnachten einmal anders

Am Ende des Jahres stellt sich ja immer die Frage:
„Was machen wir denn an Weihnachten?“

Wir haben den Heiligen Abend immer zusammen verbracht – mal mit meinem Mann, mal ohne – je nachdem, wie er an diesem Tag arbeiten musste.
Nachmittags sind wir immer zu Vati auf den Friedhof und danach in die Kindermette. Abends gab’s meistens Fondue oder Raclette; das hat Mutti immer ganz prima organisiert. Der Tisch war liebevoll gedeckt, das Essen vorbereitet, und so konnte der Abend beginnen.
Zuerst war Bescherung, und dann hatten wir schön lange Zeit zum Essen und Ratschen.

In diesem Jahr (2011) gehe ich alleine auf den Friedhof und fühle mich total besch… und einsam.
Ich stehe allein vor unserem Grab und die Gedanken rattern mir nur so durch den Kopf.

In die Mette gehe ich mit Mutti wie gewohnt. Wenn die Kinder in einer nicht enden wollenden Prozession ganz stolz die Figuren zu der riesigen Krippe tragen, stellt sich bei mir immer langsam ein Gefühl von Weihnacht ein (könnte heuer auch „Wein-Nacht“ heißen, weil ich sehr traurig bin)

Mutti hat mich gefragt, ob wir nicht ihre Nachbarin auch mit einladen könnten, die wäre nämlich sonst ganz alleine am Heiligen Abend. Sie hat sich schon immer sehr um das Wohl von allen gesorgt, was ihr zu meiner Schulzeit den Beinamen „Mutter der Nation“ eingebracht hat; also feiern wir heuer in neuer Besetzung und machen der Nachbarin eine Freude.

Das kulinarische Programm habe ich den Gegebenheiten angepasst. Ich wollte möglichst viel schon zu Hause vorbereiten können, dass ich bei Mutti nur noch ein Minimum an Aufwand habe.
Also gibt’s zur Vorspeise kleine Tomaten-Mozzarella-Spießchen, als Hauptgericht eine Lachs-Lasagne, die ich nur noch in den Ofen schiebe, und zum Dessert eine weiße Schokoladen-Mousse.

Mutti und ihre Nachbarin freuen sich sehr und loben mein Essen, was mich wiederum sehr freut. Und ich bin froh, dass ich mich für diese Variante entschieden habe; alles andere wäre für mich sehr stressig geworden.

Und so hatten wir einen schönen feierlichen Heiligen Abend und alles ist gutgegangen.

Jetzt kann das neue Jahr so langsam kommen und ich blicke ihm mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.

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